Wiebke Richter

Kandidatur Landesliste Bayern

Vielfaltsaspekt: Frau mit Behinderung

Voten der BAG Behindertenpolitik und der LAG Inklusion und Behindertenpolitik Bayern

Wer bin ich?

Ich bin Diplom-Psychologin, 51 Jahre alt und arbeite als psychologische Beraterin und Peer Counselorin in einer Beratungsstelle für behinderte Menschen. Geboren bin ich in Schleswig-Holstein, kam Ende der 80er Jahre zum Studieren ins schöne Regensburg und bin dort seitdem sehr gern zuhause. Ich lebe mit einer angeborenen Körperbehinderung und bin Rollstuhlfahrerin. 

Seit 2014 bin ich bei den Regensburger Grünen, war 3 Jahre Beisitzerin im Stadtvorstand und wurde 2020 in den Regensburger Stadtrat gewählt. Ich bin im Grünen Stadtverband in mehreren sozialen Arbeitskreisen aktiv, bin Delegierte für den Bezirksverband Oberpfalz, arbeite in der bayerischen LAG Inklusion mit und bin deren Delegierte für die BAG Behindertenpolitik und für die AG Vielfalt. Darüber hinaus engagiere ich mich auch im asylpolitischen Bereich und bin in Regensburg bei CampusAsyl aktiv. 

Was bedeuten Inklusion und Vielfalt für mich?

Eigentlich war ich schon immer sozialpolitisch engagiert. 2014 bin ich dann den Grünen beigetreten in der Hoffnung, mit Parteipolitik noch mehr erreichen zu können, und freue mich sehr über das breite Spektrum an Themen, für die ich mich mit den Grünen einsetzen kann. Es geht um unser soziales Zusammenleben, um Verkehrspolitik, um Ökologie und Klimaschutz, um Gleichstellung und Frauenrechte und vieles mehr. Und eigentlich hat das alles auch mit Viefalt, Inklusion und Chancengleichheit zu tun. Mein Motto habe ich von der Empowerment-Bewegung behinderter Frauen übernommen, es lautet Einmischen! Mitmischen! Wir Menschen mit Behinderung und anderen Vielfaltsmerkmalen sind sichtbar und machen uns in der Gesellschaft für unsere Belange stark. Inklusion ist gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit in allen Bereichen. Wir sind ein großer Teil dieser Gesellschaft und gestalten in allen Bereichen mit. Ohne uns geht es nicht, Vielfältigkeit macht unsere Gesellschaft aus und bereichert sie. Wir müssen überall teilhaben und mitentscheiden und deshalb auch ein Teil der politischen Macht sein. Damit das Leben inklusiv wird und gleichberechtigte Teilhabe irgendwann eine Selbstverständlichkeit ist.

Wofür stehe ich?

Meine Hauptthemen sind Inklusion, Feminismus und Asylpolitik. Auch – aber nicht nur – aufgrund meiner eigenen Betroffenheit setze ich mich sowohl beruflich als auch politisch sehr für Barrierefreiheit und Inklusion in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ein. 

Und da alles mit allem zusammenhängt, etwas zum Stichwort Intersektionalität: Sowohl Frauen mit Migrationshintergrund als auch Frauen mit Behinderung sind mehrdimensional benachteiligt. Frauen mit Behinderung haben sehr schlechte Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, vielfältige Einschränkungen im Alltag – und dies noch besonders zugespitzt für Mütter mit Behinderung bei der Familienarbeit, denn viele Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Familien-Freizeitangebote, Arztpraxen usw. sind nicht barrierefrei zugänglich.  Häufig haben Frauen mit Behinderung große Einschränkungen in der sexuellen Selbstbestimmung und werden noch öfter Opfer von sexueller und struktureller Gewalt. Auf der anderen Seite sind Unterstützungsangebote für Frauen sehr häufig, auch besonders in der Oberpfalz nicht barrierefrei zugänglich, die Zugänglichkeit von Frauenhäusern und Schutzhäusern ist eine Katastrophe bzw. praktisch nicht vorhanden, und nicht einmal eine barrierefreie medizinische Versorgung ist überall in Deutschland gesichert.

Was will ich im Bundestag?

Mein Ziel ist eine vielfältige, inklusive Gesellschaft. Dafür müssen wir Barrieren abbauen und Chancengleichheit aufbauen. Die Weichen dafür stellt der Bundestag. Ich will uns Menschen mit Behinderung sichtbar machen und unsere Belange vertreten. Neben meiner politischen Erfahrung sind auch meine vielfältigen Erfahrungen eines Lebens mit Behinderung eine zusätzliche Kompetenz für eine Grüne Politik, die niemanden ausschließt.

Meine Termine

04. März 2021, 19:30 Uhr: Menschen mit Behinderung in der Pandemie. Mit MdB Margarete Bause, MdB Corinna Rüffer und Wiebke Richter, Stadrätin.

22.01.22, 18 Uhr: Vielfalt zeigen – Politische Teilhabe stärken! Online-Diskussion mit Wiebke Richter und Michael Gerr

11.12.20, 17:30 Uhr: Mit Behinderungen ist zu rechnen – wie barrierefrei geht Bahnfahren? Online-Fachgespräch mit Wiebke Richter und MdB Stefan Schmidt. Mehr und Zugangsdaten unter Termine.

Kontakt

E-Mail: wiebke-richter@web.de

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